Und entscheidet sich trotzdem, wegzusehen.
Lionel Souque ist der CEO der REWE-Group, eines der einflussreichsten Unternehmen der globalen Lebensmittelindustrie. Mit dieser Macht geht Verantwortung einher — nicht nur gegenüber Kundinnen und Kunden, sondern auch gegenüber den Lebewesen, die jeden einzelnen Tag leiden, damit die Lieferkette der REWE-Group funktioniert.
Und Lionel Souque weiß es.
Er weiß, dass Tiere in der Meeresfrüchte-Lieferkette der REWE-Group in winzigen Becken eingesperrt, ohne Schmerzlinderung verstümmelt oder langsam und qualvoll dem Tod überlassen werden — alles, damit das Unternehmen ein paar Cent pro Mahlzeit einspart. Er weiß, dass dieselben grausamen Systeme, die in vielen Teilen der Welt als inakzeptabel gelten, dort weiterhin eingesetzt werden, wo Kontrollen am schwächsten sind und Stimmen am leichtesten ignoriert werden können. Er weiß, dass viele Wettbewerber längst vorangegangen sind, während die REWE-Group zurückbleibt und an Praktiken festhält, die die Öffentlichkeit nicht länger toleriert.
Während die REWE-Group behauptet, sich um Tierschutz zu kümmern, erzählen Schweigen und Untätigkeit eine andere Geschichte. Die Five Freedoms — die grundlegenden Standards, die jedem Tier garantiert werden sollten — werden Millionen von Tieren in der Meeresfrüchte-Lieferkette der REWE-Group weiterhin verwehrt.
Was Lionel Souque entscheidet, ist entscheidend.
Eine einzige Entscheidung auf Führungsebene könnte eines der schlimmsten Leiden der industriellen Tierhaltung beenden — Leiden, die dokumentiert, verurteilt und immer wieder verurteilt wurden. Doch statt Handeln gibt es leere Aussagen. Statt Veränderung gibt es Verzögerung. Statt Führung gibt es Mitschuld.
Es geht hier nicht um Perfektion.
Es geht um Anstand.
Und Anstand ist eine Entscheidung.
Es ist Zeit, dass Lionel Souque die richtige trifft.
Fische und Krustentiere in REWE Group Lieferkette sind häufig einem brutalen Schicksal ausgesetzt.
Die Tiere in den Fischfabriken, die REWE Group beliefern, werden in überfüllten, schmutzigen Gewässern gehalten. Als Folge davon leiden sie unter Missbildungen und offenen Wunden, die durch Seeläuse und andere Reizstoffe verursacht werden.
Die unhygienischen Bedingungen begünstigen die Ausbreitung von Krankheiten, wodurch ein signifikanter Anteil der Tiere bereits vor der Schlachtung verendet.
Wild gefangene Fische in der Lieferkette von REWE Group sind vergleichbaren Grausamkeiten ausgesetzt. REWE Group hat keine öffentlichen Richtlinien, die den Einsatz tierquälerischer und umweltschädlicher Fangmethoden reglementiert.
Fangmethoden wie die Schleppnetzfischerei und die Langleinenfischerei verursachen den Tod einer großen Anzahl von Beifangtieren und schädigen lokale Ökosysteme erheblich. Zudem führen diese Methoden zu lang anhaltendem, schmerzhaften Leiden, da die Tiere tagelang in Netzen gefangen sind oder an Haken hängen.
Auch der Schlachtprozess ist von extremer Grausamkeit geprägt. REWE Group gestattet seinen Fischlieferanten, Tiere auf äußerst brutale Weise zu töten, darunter das Aufschneiden bei vollem Bewusstsein, das Kochen bei lebendigem Leib, das langsame Ersticken oder das Erschlagen.
Die REWE-Gruppe und Lionel Souque haben die Macht und die Verantwortung, diese extremen Grausamkeiten in ihrer Lieferkette nicht länger zuzulassen. Die Öffentlichkeit erwartet mehr, und Tiere verdienen ein Leben frei von diesem schwerwiegenden und unnötigen Leid.
Es ist höchste Zeit, dass REWE Group sich den vielen führenden Unternehmen anschließt, die bereits Richtlinien zur Sicherstellung des Tierwohls nach den “Fünf Freiheiten” in ihrer Lieferkette eingeführt haben.
